Beziehungsangst

Beziehungsangst – Wie kann ich sie überwinden?

Eine erfüllte Beziehung voller tiefer Liebe und romantischer Momente mit dem Partner fürs Leben wünscht sich eigentlich jeder. Normalerweise schreibe ich hier vor allem, wie du dieses Glück finden und festhalten oder retten kannst.

Heute soll es aber einmal um jene gehen, die sich zwar aus tiefstem Herzen nach genau so einer Beziehung sehnen, aber gleichzeitig auch eine unglaubliche Angst davor haben und dann immer wieder Fluchtwege suchen, weil sie mit solcher Nähe überhaupt nicht umgehen können.

Richtig – es geht um Beziehungsangst, Bindungsangst oder etwas allgemeiner formuliert die Angst vor Nähe.

Bist du selbst betroffen? Hast du das Gefühl, dass dein Traummann unter dieser Beziehungsangst leidet? Bist du dir im Grunde bezüglich seiner Gefühle sicher, wunderst dich aber, dass er immer wieder mehr Nähe zwischen euch vermeiden will?

Hier findest du – oder ihr – Hilfe zur Selbsthilfe! Denn du kannst Bindungsangst, wie die meisten anderen Ängste auch, überwinden!

Zunächst möchte ich aber etwas auf die Symptome dieser Angst eingehen, denn jede Lösung beginnt mit der Erkenntnis oder der Einsicht, dass es überhaupt ein Problem gibt.

Ähnlich wichtig wie die Diagnose der Symptome wird dann ein Blick auf die möglichen Ursachen der Bindungsangst, denn sie haben schließlich entscheidenden Einfluss auf den dritten Punkt dieses kleinen Ratgebers: bewährte Tipps, um Beziehungsangst zu überwinden.


 

Beziehungsangst: die Symptome

Warst du schon öfters so richtig verknallt, aber es ist nie mehr daraus geworden, weil er schon glücklich vergeben war? Seitdem unterschreibst du eventuell sofort den Satz, dass die tollsten Männer alle längst vom Markt oder zumindest schwul sind …

Diese oft gehörte Floskel wird meist mit einem Augenzwinkern benutzt, sie kann aber auch bereits ein Symptom für Bindungsangst sein. Betroffene fokussieren sich tatsächlich häufiger auf Menschen, die sich umgekehrt offensichtlich nie für sie interessieren werden, weil sie längst anderweitig emotional gebunden sind.

Damit ist jetzt nicht die eine unglückliche Liebe in einen unerreichbaren Mann gemeint, die wohl die meisten Frauen irgendwann einmal erleben. Kritisch ist es aber, wenn dieses Muster zur Methode wird.

Daneben deuten weitere Symptome auf eine Angst vor Bindung und Partnerschaft hin:

• Wechselbäder der Wünsche: mal große Nähe, mal Distanz
• häufige oder lange On-Off-Beziehungen
• häufig wechselnde Beziehungspartner
• nicht über die eigenen Gefühle reden zu können oder zu wollen
• starke Angst, verlassen zu werden
• die ausgeprägte Sorge, etwas und vor allem einen besseren Partner zu verpassen
• überzogene, unrealistische Anforderungen an einen Partner
• sexuelle Probleme

Wie schon im Eingangsbeispiel sind Einzelfälle oder eventuell auch eine Wiederholung hier ebenfalls nicht gleich ein glasklares Indiz. Die Grenze zwischen einer selbstbewussten, anspruchsvollen Partnerwahl oder einfach einer lockeren Lebensphase und echter Bindungsangst verläuft alles andere als klar.

Fühlst du dich beispielsweise aktuell als Single pudelwohl, genießt deine Freiheit und die eine oder andere Affäre, heißt das nicht gleich, dass du voller Beziehungsängste steckst. Solche Abschnitte sind ganz normal oder vielleicht war bei deinen Bekanntschaften ja auch einfach nicht der Richtige dabei, für den du sofort alles geändert hättest …

Umgekehrt kann Bindungsangst selbst in einer jahrelangen Beziehung präsent sein, wenn die Partner ohne jede Wärme oder Emotionalität nur nebeneinanderher leben.

Entscheidend ist immer die Häufigkeit oder die Dauer all dieser möglichen Symptome. Verfolgen sie dich über Jahre in wechselnden Konstellationen, spricht viel für eine tatsächlich vorhandene Beziehungsangst. Wie konnte die entstehen?


 

Beziehungsangst: die Ursachen

Als ich mich in den letzten Jahren intensiv mit den Themen Liebe, Partnerschaft oder Dating beschäftigt habe, sind mir auch viele Fälle von Bindungsangst begegnet.

Bei genauerem Hinsehen haben sich vor allem diese vier Ursachen wie ein roter Faden durch die einzelnen Beobachtungen gezogen.


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1. Die Angst vor dem Verlassen werden und Enttäuschungen

Kaum ein Gefühl trifft dich so hart wie der Trennungsschmerz. Er ist eine hochintensive emotionale Leidenszeit und kann sogar körperliche Reaktionen nach sich ziehen. Kommt zur Trennung noch die Enttäuschung nach einem Betrug hinzu, potenziert sich der Schmerz noch einmal. Solche Erfahrungen gehören aber leider zu Liebe und Leben.

Die meisten Menschen verarbeiten sie dann auch erfolgreich und sind nach einer gewissen Zeit wieder bereit für eine neue Partnerschaft.

Manche Frauen und auch Männer beschließen jetzt aber felsenfest, dass sie diese Erfahrung auf keinen Fall noch mal erleben wollen. Du weißt, wie sie sich dann verhalten, oder?

Allerdings ist das natürlich keine Lösung, sondern dehnt die Phase des Unglücks von einem begrenzten Zeitraum gleich auf das komplette Leben aus, weil tief im Innern der Wunsch nach einer glücklichen Partnerschaft damit nicht verschwindet.

Er wird nur unterdrückt. Negative Erfahrungen sind im Leben unvermeidbar. Versuche der Vermeidung führen anderswo zu Schäden oder großen Einschränkungen. Die Bewältigung dieser Erfahrungen zu erlernen, wirkt dagegen viel konstruktiver.

2. Wo steckt das Selbstwertgefühl?

Menschen, die sich selbst nur in den dunkelsten Farben malen und sich wenig schätzen, können es auch nicht akzeptieren, wenn ein anderer sie liebt.

Diese Liebe kann nicht sein, ich habe sie nicht verdient, denken sie dann und ergreifen in Situationen voller Liebe und Nähe schnell die Flucht.

Auch Fälle, wo Betroffene eine Beziehung mit voller Absicht an die Wand fahren, um sich damit ihr geringes Selbstbild zu bestätigen, sind keine Seltenheit.

3. Die Eltern

Tatsächlich spielt das Zusammenleben und die Qualität der Beziehung, die du bei deinen Eltern erlebt hast, eine entscheidende Rolle für die Beziehungsfähigkeit, die du später selbst entwickelst. Ein Elternpaar, das eine innige, liebevolle Partnerschaft vorlebt, hinterlässt seltener Kinder, die mit Beziehungsängsten zu kämpfen haben.

Kommt das Beste noch?

Früher war alles besser – oder so ähnlich. Das hast du relativ überschaubare Möglichkeiten gehabt, einen neuen Partner kennenzulernen. In den Zeiten des Internets erscheint das Dating- und Kontaktpotenzial dagegen schier unendlich.

Ein Klick im Netz und schon zeigen sich dir Hunderte neue Partneroptionen, teilweise zu schön, um wahr zu sein. Kann dein aktueller Partner oder Favorit da überhaupt noch mithalten oder lohnt es sich eventuell, weiter Ausschau zu halten?

Gewinnen diese Gedanken einmal Gestalt, bist du auf dem besten Weg eine Form der Beziehungsangst zu entwickeln, die damit beginnt, dass du dich immer weniger auf einen Partner festlegen willst oder kannst.

Natürlich sollst du dich jetzt nicht gleich mit dem Nächsten verheiraten, der dir über den Weg läuft. Und oft passt es ja auch auf den zweiten oder dritten Blick tatsächlich nicht.

Aber wenn du eine Erwartung oder Hoffnung auf immer noch etwas Besseres nährst, wirst du schnell ein rastloses Liebesleben führen, wo du nie ankommen kannst und keinen Menschen mehr wirklich an dich heranlässt.


 

Wege aus der Beziehungsangst

Du hast jetzt vielleicht Anzeichen von Bindungsängsten gefunden oder erkennst dich in einem der Beispiele sogar komplett wieder – was nun?

Wenn du unter einem geringen Selbstwertgefühl leidest, kannst du selbst viel bei der Überwindung deiner Bindungsangst bewegen. Du bist einzigartig – mit Stärken und Schwächen. Jeder Mensch hat diese Schwächen.

Sie machen dich nicht zu einem schlechteren Menschen.

Lerne, sie zu akzeptieren und konzentrier dich lieber auf deine Stärken. Sie machen dich besonders und wertvoll!

Lass sie zur Basis eines neuen Selbstvertrauens werden, mit dem du ab jetzt auftrittst und offen über deine Wünsche oder Gefühle sprichst.

Eine einschlägige Prägung durch das Elternhaus ist ebenfalls ein Fall, wo eine gute Selbsthilfe möglich ist. Hier solltest du dir immer wieder klarmachen, dass du eine ganz andere – eine harmonische – Form der Beziehung für die ideale Partnerschaft hältst.

Distanz und Kälte, so wie du sie erlebt hast, sind nicht das, was du heute leben möchtest. Beobachte deine Handlungen oder Worte: drücken sie das unerwünschte überlieferte Muster aus? Dann gib ihnen eine neue Richtung mit Wärme und Herzlichkeit.

Wie sieht es mit Zweifeln aus, ob sich nicht doch noch ein besserer Partner findet? Gerade Werbung will uns zwar oft glauben lassen, es sei in allen Belangen immer noch eine Steigerung zum Besseren oder Schöneren möglich, aber in der Realität stoßen wir dabei schnell an diverse Grenzen.

Wünschst du dir eine liebevolle Partnerschaft, aus der ein gemeinsames Leben erwächst, kannst du dir nicht gleichzeitig Möglichkeiten offenhalten, eventuell noch einmal das Pferd zu wechseln.

Echtes Liebesglück beruht auf jeder Menge Vertrautheit und die kann nur entstehen, wenn sich zwei Menschen vorbehaltlos füreinander entscheiden.

In diesen und allen anderen Fällen von Bindungsangst ist es wichtig, dass du in Ruhe und ohne Druck an dir arbeiten kannst. Ein Umdenken oder die Bewältigung von Barrieren, die über Jahre aufgebaut wurden, funktioniert nicht über Nacht.

Das musst du dir immer vor Augen halten und gegebenenfalls auch deinem Partner mitteilen.

Ehrlichkeit und Offenheit helfen dir jetzt. Ein Partner, dem du etwas bedeutest, wird dir alle Zeit geben, die du nun brauchst, um dich langsam mehr an ihn und die wachsende Nähe zwischen euch zu gewöhnen.

Und vergiss niemals: jeder kleine Schritt ist besser als der Stillstand, in welchem du die letzte Zeit verharrt hast.

Erste Fortschritte bestätigen dich dann meist schnell. Die neuen Erfahrungen geben ein ganz unbekanntes Glücksgefühl und sind die beste Motivation, gerade wenn es mit den nächsten Schritten nicht gleich auf Anhieb klappt.

Bleib dran – das Erlebnis einer erfüllten Partnerschaft wird dich bald belohnen. Trotzdem wäre es keine Schande, sich einzugestehen, dass es eben nicht immer allein und ohne Hilfe gelingt, eine Bindungsangst zu überwinden.

Professionelle Unterstützung, eine Angsttherapie, Gespräche und begleitetes Lernen, sich und anderen zu vertrauen, bieten selbst dann noch einen Ausweg, wenn es mit der Selbsthilfe nicht geklappt hat.

Entscheidend ist nicht, was du machst – entscheidend ist, dass du etwas unternimmst, um diese belastende Selbstisolation endlich zu beenden und Freiheit für ein glückliches Leben voller Liebe zu gewinnen.


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Martin Mazur
 

Martin Mazur ist Gründer und Autor von "Mr. Right finden". Mit diesem Projekt hilft er vielen jungen Frauen dabei, endlich den richtigen Partner zu finden und diesen an sich zu binden.

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